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Wie
funktioniert die Bewertung bei DCG und DCE?
Das
Bewertungssystem ist bei DCG-Wettbewerben etwas komplizierter als bei
anderen Wettbewerben. Nicht jeder Wertungsrichter bewertet alles, sondern
jede Wertungskategorie hat ihr eigenes Jurymitglied.
Die
Kategorien können grob in zwei Gruppen eingeteilt werden: in TECHNIK
und GESAMTEINDRUCK. Der technische Bereich bewertet nur die
technische Ausführung der Musik: Ist der Ton richtig angeblasen? Ist der
Schlag richtig ausgeführt? Zeigen die Spieler verschiedene
Artikulationsarten (also staccato oder legato...) und funktioniert die
Dynamik (Lautstärkepalette)? Wird die richtige Marschtechnik angewendet
usw. Der Gesamteindruck (oder „General Effect“) bewertet den
Unterhaltungswert der Musik und Show und darf dabei auch die
Publikumsreaktion miteinbeziehen.
Die
beiden Bereich TECHNIK und GESAMTEINDRUCK unterteilen sich wiederum in
einzelne Gruppen:
Im
Technikbereich unterscheidet man "Field" und
"Ensemble".
FIELD
BRASS bewertet den technischen Wert beim einzelnen Brass-Spieler und
innerhalb der Instrumentengruppen der Blechbläser. Dasselbe geschieht mit
den Schlagzeugern im Bereich FIELD PERCUSSION. Bei DCG-Wettbewerben ist
André oft als Field Brass-Wertungsrichter und Timm als Field
Percussion-Wertungsrichter eingesetzt.
Den
technischen Wert der Show nimmt der Wertungsrichter für VISUAL FIELD
unter die Lupe. Die Colorguard beobachtet der AUXILIARY-Wertungsrichter.
Dann
gibt es noch den ENSEMBLE MUSIK- und den ENSEMBLE VISUAL-Wertungsrichter.
Die beiden achten darauf, dass das, was die FIELD-Jury auf dem Feld
bewertet, nun auch „von oben“ alles zusammenpasst. Die
ENSEMBLE-Richter sitzen dazu auf oder über der Tribüne.
Die
Jury beim DCG-Finale 2003 in Gevelsberg sah so aus:
von
links nach rechts: Karl Münter (General Effect Musik), Michael
Schendzielart (Ensemble Musik), James Lauver (Auxiliary), Volker Tonn
(General Effect Visual), Hans-Peter Rosswag (Percussion Performance),
Peter Jan de Werk (Visual Performance), André-M. Szesny (Brass
Performance), ??? (Zeitnahme und Strafpunkte).

Im
Gesamteindruck (oder General Effect) wird unterschieden zwischen
"Musik" und "Visual".
Der
GE-MUSIK-Wertungsrichter achtet besonders auf Spannungsbögen in der
Musik, auf das Auf und Ab, auf alles, was den Vortrag durch die gesamte
Show „spannend“ macht. Dasselbe macht der GE-VISUAL-Wertungsrichter für
die Show: Ihm kommt es nicht auf die musikalische Unterhaltung, sondern
nur auf die visuelle Unterhaltung an: Passt die Show zur Musik, wird das
Publikum unterhalten, sind Höhepunkte eingebaut usw.
Das
macht alles in allem sieben Wertungsrichter, die Euch auf Schritt und
Tritt während der Show begleiten:
IM
ÜBERBLICK
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Technisch
geprägte Bereiche
BRASS PERFORMANCE -
technische Leistung des einzelnen Spielers und der einzelnen
Instrumentengruppe
PERCUSSION
PERFORMANCE -
technische Leistung des einzelnen Spielers und der einzelnen
Instrumentengruppe
VISUAL
PERFORMANCE -
technische Leistung des einzelnen Spielers und der einzelnen
Instrumentengruppe
ENSEMBLE
MUSIK -
technische Leistung innerhalb des gesamten Ensembles
ENSEMBLE
VISUAL -
technische Leistung innerhalb des gesamten Ensembles |
Gesamteindruck
G.
E. MUSIK -
Gesamteindruck der Musik (Höhepunkte, Einfallsreichtum,
Aufbau...)
G.
E. VISUAL -
Gesamteindruck der Show (Choreografie, Höhepunkte,
Showmanship...) |
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Sonderbewertung:
AUXILIARY
-
Sonderbewertung der Color Guard. Das ist die Tanzgruppe mit Flaggen,
Bändern usw. Eine „Color Guard“ besitzt die Showband Phantom
Brigade (noch?) nicht. |
Zusätzlich
gibt es noch einen Wertungsrichter für die Zeitnahme und die Vergabe von
Strafpunkten. Jedes Corps darf nämlich nicht länger als 20 Minuten auf
dem Feld sein. Und für Übertreten der Linie, das Abfackeln von
Feuerwerken (ist verboten laut Wertungskriterien!) oder den Einsatz
unerlaubter Instrumente gibt es Abzüge. Darauf achtet dieser achte
Wertungsrichter. nach
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